Mike Mathes: Leslie Malton und ihre Rett-Schwester Marion

Geschwisterliebe über Kontinente und Ozeane hinweg

 

Eine Talkshow mit Leslie Malton, in der sie über ihre Rett-Schwester Marion und den langen Weg zur Diagnose berichtete, inspirierte Mike Mathes zu diesem wunderbaren Gemälde über Geschwisterliebe über Kontinente und Ozeane hinweg.

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Mike Mathes über das Gemälde: 

Bildlegende: In meinem neuen Gemälde sind Leslie Malton und ihre Schwester Marion dargestellt.

Ich hatte schon sehr lange darüber nachgedacht, wie ich mit meiner Malkunst etwas von dem vermitteln könne, das mich nach der Lektüre des ergreifenden Buches von Leslie Malton "Brief an meine Schwester" so tief bewegt (hat).

Das Gemälde sollte ihre innige Beziehung widerspiegeln und vom lebenslangen Kampf against all odds erzählen.

Es ist kein einfaches Bild geworden. Die vielen Gedanken werden in unterschiedlichen ineinandergreifenden Ebenen sichtbar, die sich überlagern, hervortreten und wieder im Hintergrund verschwinden.

Leslie scheint mit Marion zu verschmelzen und umgekehrt; jedoch sind sie in Kopfhaltung und Mimik divergierend, ihre Wege sind unterschiedlich und kreuzen sich immer wieder neu (sie treffen als eigenständige Persönlichkeiten zusammen); sie schmiegen sich aneinander und ergänzen sich in ihrer Geschwisterliebe durch fünf Augen. Dahinter (Augen-Tattoo auf der Wange) verbirgt sich ein Geheimnis, dem man im Bild gerne auf die Spur kommen möchte. Rett-Syndrom und Engagement in der Elternhilfe spielen eine Rolle, sind im Bild rudimentär personifiziert über die Moderatorin (Engelsfigur in Gold), die das Thema in ihrer Sendung (auf der Bühne) vorgibt.

 

Das Gemälde ist in Öl alla prima auf Leinwand gemalt, fast monochrom in der Gesamtwirkung gebrochener Farben; es dominieren Braun, Ocker und Gelb, dem Blau als Kontrast entgegengestellt wird und Grün als vermittelndes Element (Spuren von Rot erhöhen die Lebendigkeit). Mir war es ein Anliegen, nach dem ausführlichen gedanklichen Prozess im Vorfeld, endlich alles spontan aus mir herausfließen zu lassen und alle, auch mich selbst, mit dem Ergebnis zu überraschen.